Straße von Hormus
Iran kündigt Öffnung für Durchfahrt an - Merz: Deutschland will sich an Sicherung beteiligen

Der Iran hat die Schiffspassage durch die Straße von Hormus wieder freigegeben.

    Die Straße von Hormus auf einer Satellitenaufnahme der NASA
    Die Straße von Hormus auf einer Satellitenaufnahme der NASA (IMAGO / ZUMA Press Wire / Modis Team / Nasa Gsfc)
    Das kündigte Außenminister Araghtschi als Reaktion auf die Waffenruhe im Libanon an. Nach der Erklärung fiel der Ölpreis um knapp zehn Prozent. Auch US-Präsident Trump teilte mit, die Meerenge sei wieder offen. Die US-Blockade iranischer Häfen werde aber bis zu einem Abkommen mit Teheran bestehen bleiben. Der Iran bezeichnete dies als Verstoß gegen die geltende Waffenruhe mit den USA und drohte mit Gegenmaßnahmen.
    UNO-Generalsekretär Guterres begrüßte die Öffnung der Straße von Hormus als "Schritt in die richtige Richtung". Zugleich forderte er erneut, die internationalen Schifffahrtsrechte in der Meerenge vollständig wiederherzustellen.
    Bundeskanzler Merz erklärte, die Öffnung müsse zuverlässig und dauerhaft sein - ohne Einschränkungen wie Zahlungen für eine Durchfahrt. Er bekräftigte die Bereitschaft Deutschlands, sich an der Minenräumung und Seeaufklärung zur Sicherung der Straße zu beteiligen. Zur Bedingung machte er ein Ende der Kampfhandlungen und eine sichere Rechtsgrundlage. Merz beriet heute in Paris mit Vertretern von rund 50 Staaten und Organisationen über eine Sicherung der Meerenge. Frankreich und Großbritannien wollen dazu gemeinsam mit Deutschland und Italien eine Mission aufstellen.
    Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.