Krieg
Iran meldet mehr als 30 Tote bei US-Luftangriffen

Das islamistische Regime im Iran hat nach den US-Luftangriffen der vergangenen Tage mehr als 30 Todesopfer gemeldet.

    Das Foto zeigt eine Rauchwolke über der iranischen Hauptstadt Teheran.
    Die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs richteten sich nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos unter anderem gegen Raketen- und Drohnenstellungen sowie Abwehrsysteme. (dpa-news/AP/Vahid Salemi)
    Allein bei dem Beschuss der vergangenen Nacht habe es mehr als 260 Verletzte gegeben, hieß es in Teheran. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen. Die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs richteten sich nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos unter anderem gegen Raketen- und Drohnenstellungen sowie Abwehrsysteme. Der Iran führte am frühen Morgen weitere Gegenangriffe auf Ziele in Kuwait, Bahrain und Jordanien durch, wo sich US-Stützpunkte befinden.
    Wie angekündigt nahmen die USA unterdessen die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder auf. Präsident Trump hatte sie im Machtkampf mit dem islamistischen Regime in Teheran angeordnet. In einer erneuten Kehrtwende verzichtete er allerdings auf die zunächst angekündigte 20-prozentige Gebühr auf Schiffsfracht, die durch die Straße von Hormus transportiert wird.

    Neue Drohungen Trumps

    Derweil drohte Trump für den Fall des Scheiterns weiterer Verhandlungen mit Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken im Iran in der kommenden Woche. "Nächste Woche wird es für sie richtig schlimm, denn nächste Woche sind die Kraftwerke dran. Nächste Woche sind die Brücken dran", sagte Trump in einem Interview mit dem US-Sender Fox News und fügte hinzu: "Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Tisch und verhandeln."
    Die USA und der Iran hatten Mitte Juni unter pakistanischer Vermittlung ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem finalen Friedensabkommen führen sollte. In der vergangenen Woche aber hatte Trump die ohnehin brüchige Waffenruhe zwischen Washington und Teheran für beendet erklärt, nachdem der Iran wiederholt Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert hatte.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.