
Die Fußball-Weltmeisterschaft findet im Juni und Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die iranische Nationalmannschaft soll in der Vorrunde in Los Angeles auf Neuseeland und Belgien treffen, gefolgt von einem Spiel gegen Ägypten in Seattle. Das Quartier der Mannschaft soll sich nach derzeitigem Plan in Tucson im US-Bundesstaat Arizona befinden.
Der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfasl Pasandideh, verurteilte "die mangelnde Kooperation der US-Regierung bei der Visaerteilung und der Bereitstellung logistischer Unterstützung". Er habe dem Fußball-Weltverband FIFA vorgeschlagen, die Spiele des Iran von den USA nach Mexiko zu verlegen. Trump hatte der iranischen Nationalmannschaft vergangene Woche nahegelegt, auf die Teilnahme an der WM zu verzichten. Er begründete dies mit Sorge um "Leben und Sicherheit" der Spieler. Zuvor hatte Trump laut FIFA-Präsident Infantino erklärt, dass die Fußballer trotz des Iran-Kriegs in den USA "natürlich willkommen" seien. Teheran hat seinerseits wegen des Krieges einen Boykott der WM ins Spiel gebracht - eine Entscheidung wurde offiziell bisher nicht getroffen.
FIFA äußert sich zurückhaltend
Die FIFA teilte mit, man sei in regelmäßigem Kontakt mit den Verbänden aller teilnehmenden Nationen, darunter auch dem des Iran, um die Planungen für die WM im Sommer zu diskutieren. Die FIFA freue sich auf alle teilnehmenden Mannschaften, die gemäß dem am 6. Dezember 2025 veröffentlichten Spielplan antreten, hieß es weiter. Zu einer möglichen Verlegung nahm die FIFA nicht direkt Bezug.
Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
