
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums kritisierte den Vorstoß des israelischen Premiers in scharfer Form und betonte, dies sei als Aufruf zur Gewalt zu verstehen.
Die Proteste im Iran hatten vor gut einer Woche begonnen. Auslöser war die anhaltende Wirtschaftskrise, verbunden mit einer hohen Inflation. Auf den Kundgebungen wurde später aber auch deutliche Kritik am iranischen Regime laut.
Bislang mindestens 19 Tote
Bei den Protesten wurden bislang nach übereinstimmenden Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 19 Demonstranten getötet. Die Organisationen Iran Human Rights mit Sitz in Oslo und das Netzwerk HRANA mit Sitz in den USA meldeten zudem, es seien hunderte Menschen verletzt oder festgenommen worden. Laut dem Bericht von HRANA fanden in den vergangenen acht Tagen Protestaktionen in fast 80 Städten und den meisten der 31 Provinzen des Landes statt.
Regierung verspricht Finanzhilfen
Die Regierung kündigte inzwischen eine befristete Finanzhilfe für die Bevölkerung an. Demnach soll jeder Bürger insgesamt vier Mal eine monatliche Unterstützung von jeweils umgerechnet sechs Euro erhalten. Der Mindestlohn beträgt im Iran etwa 85 Euro pro Monat, der Durchschnittsverdienst etwa das Doppelte.
Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



