Fußball
Iranische Funktionäre erhalten keine Einreiseerlaubnis für die Weltmeisterschaft in den USA

Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft dürfen offenbar mehrere Funktionäre des iranischen Fußballverbands nicht in die USA reisen. Dazu zählen der Teammanager und der Pressechef der Mannschaft sowie Vertreter des Außenministeriums und der Sicherheitsabteilung.

    Spieler der iranischen Fußballnationalmannschaft treffen in der Südtürkei ein, wo sie ihre Vorbereitungen auf die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft 2026 fortsetzen.
    Die Spieler der iranischen Fußballnationalmannschaft dürfen in die USA einreisen, aber nicht alle Funktionäre. (AP / dpa / Tolga Yildirim)
    Die Spieler der iranischen Nationalmannschaft erhielten Visa, wie der für die Genehmigungen zuständige US-Botschafter in Ankara, Barrack, mitteilte. Jedoch wurden nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim insgesamt zwölf Einreiseanträge abgelehnt. Der Iran warf WM-Gastgeber USA deshalb eine "diskriminierende Behandlung" vor.
    Mögliche Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden
    Abgelehnt wurde den Angaben zufolge auch die Einreise des Präsidenten des iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP war er früher ein Kommandant der iranischen Revolutionsgarden.
    US-Außenminister Rubio hatte in dieser Woche betont, dass man es dem Iran nicht erlauben werde, Menschen mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden in seine Delegation aufzunehmen. Bereits ím Dezember hatte Tadsch nicht an der Auslosung der WM-Endrunde in Washington teilnehmen können, weil er kein Visum bekommen hatte.
    Iran verlegt WM-Quartier nach Mexiko
    Die iranische Nationalmannschaft spielt ihre drei Gruppenspiele in den USA. Sein WM-Quartier hatte das Team aber vom US-Bundesstaat Arizona nach Mexiko verlegt. Für die Einreise nach Mexiko hatten die Spieler die Erlaubnis bereits erhalten.
    Die USA und der Iran befinden sich im Kriegszustand, seit Einheiten der US-Armee und das israelische Militär Ende Februar damit begonnen haben, Ziele im Iran zu bombardieren.
    Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.