Nach Asien-Cup
Iranische Fußballerinnen in Heimatland zurückgekehrt

Rund eine Woche nach ihrem stillen Protest beim Asien Cup sind die iranischen Fußballerinnen wieder in ihrem Heimatland angekommen. Zwei von ihnen blieben in Australien.

    Spielerinnen der Islamischen Republik Iran während der iranischen Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran
    Irans Fußballerinnen schwiegen bei der Nationalhymne. (Dave Hunt / AAP / dpa / Dave Hunt)
    Die Spielerinnen der Fußball-Nationalmannschaft und Mitglieder des Trainerstabs seien über einen Grenzübergang in der Osttürkei in iranisches Staatsgebiet eingereist, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. 
    Die Spielerinnen waren zuvor am Istanbuler Flughafen gelandet und hatten sich über Land auf den Weg in den Iran gemacht. Der Luftraum über dem Iran ist wegen des Kriegs gesperrt - die Hauptstadt Teheran liegt mehr als 2.000 Kilometer von Istanbul entfernt.

    Fünf Spielerinnen ziehen Antrag auf Asyl zurück

    In der vergangenen Woche hatten die Spielerinnen beim ersten Gruppenspiel in Australien während der Nationalhymne geschwiegen – im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als "Verräterinnen", auch wenn die Spielerinnen bei den folgenden Partien wieder mitsangen und salutierten.
    Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück. Beobachter befürchten, dass den Frauen im Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten - oder, dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
    Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.