Proteste gegen Regime
Iranischer Außenminister: Keine Hinrichtungen mit dem Strick geplant

Im Iran soll es nach Angaben der Regierung keine Exekutionen von Demonstranten geben.

    Das Bild wird mit einem Stock hochgehalten, auf dem der Oberkörper Soltanis zu sehen ist. Dahinter unscharf eine iranische Fahne und eine Gebäudefront. Im Vordergrund ebenfalls unscharf die Hinterköpfe von zwei Demonstranten.
    Exiliraner zeigen in Rom bei einer Kundgebung gegen das Regime in Teheran ein Bild von Erfan Soltani. (dpa / ipa-agency / Matteo Nardone)
    Der iranische Außenminister Araghtschi sagte dem US-Sender "Fox News", es gebe keinerlei Pläne für Hinrichtungen mit dem Strang. Angehörige des festgenommenen Demonstranten Erfan Soltani teilten nach Angaben der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsgruppe "Hengaw" mit, dass die angekündigte Exekution des 26-Jährigen ausgesetzt worden sei.
    Zuvor hatte US-Präsident Trump bereits erklärt, er habe aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass die Tötungen im Iran aufhörten und es auch keine Pläne für Hinrichtungen gebe. Näher äußerte er sich nicht. Trump hatte zuvor erneut mit einer scharfen Reaktion gedroht, sollte das Regime in Teheran Exekutionen durchführen. Die iranische Justiz hatte gestern rasche Prozesse gegen Demonstranten angekündigt. - Bei den Protesten der vergangenen zwei Wochen gegen die iranische Führung wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Iran Human Rights" mindestens 3.428 Personen durch Kräfte des Regimes getötet. Es soll mehr als 10.000 Festnahmen gegeben haben. Die Lufthansa teilte am Abend mit, dass sie den Luftraum über dem Iran und dem Irak bis auf Weiteres nicht mehr überfliegt.
    Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.