Proteste
Iranischer Präsident Peseschkian ruft Sicherheitskräfte auf, nicht gegen friedliche Demonstranten vorzugehen

Im Iran hat Präsident Peseschkian die Sicherheitskräfte aufgefordert, nicht gegen friedliche Demonstranten vorzugehen.

    Steine, Äste und eine umgestürzte Spendenbox liegen während Unruhen im iranischen Hamedan auf einer Straße. Es handelt derzeit um die größten Proteste in der Islamischen Republik seit drei Jahren.
    Proteste im Iran gehen weiter. (Archivbild) (dpa / picture alliance / Mobina / MEI)
    Diese müssten von - Zitat - "Aufrührern" unterschieden werden, die mit Schusswaffen Polizeistationen und Militäranlagen attackierten, erklärte Peseschkian nach Angaben der Regierung.
    Die landesweiten Kundgebungen hatten vor einigen Tagen begonnen. Anlass war zu Beginn die schlechte wirtschaftliche Lage; später richtete sich der Protest aber auch gegen das Regime. Nach Angaben von Aktivisten wurden bislang mehr als 30 Demonstranten bei Konfrontationen mit der Staatsmacht getötet und mehr als 2.000 Menschen festgenommen. Die iranische Landeswährung Rial, deren Wertverfall ein Auslöser der Proteste war, erreichte unterdessen ein Rekordtief.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.