
Offen ist, ob Peseschkian über die nötige Entscheidungsbefugnis verfügt. Auch ARD-Korrespondent Weber weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Präsident "kein sehr mächtiger Politiker" sei.
Das iranische Regime hatte den Zugang zum Internet seit dem Angriff Israels und der USA Ende Februar nahezu vollständig blockiert. Das Portal Netblocks, das den Datenverkehr im Netz beobachtet, dokumentiert die Lage jeden Tag. Demnach ist am heutigen Dienstag keine Verbesserung zu erkennen, vielmehr dauert die Sperre an.
"Nationales Intranet" - oder VPN-Verbindungen
Die rund 90 Millionen Iraner können damit seit 88 Tagen offiziell nur ein sogenanntes "nationales Internet" nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Internetseiten erreichbar sind. Die Sperre lässt sich nur durch VPN-Verbindungen umgehen, die aber teuer und unzuverlässig sind. Es gibt auch Satellitenverbindungen über das Starlink-Netz von SpaceX. Die Terminals dafür müssen aber ins Land geschmuggelt werden, der Betrieb ist offiziell verboten.
"Internet Pro" für Firmen - mit Genehmigung
Ausgewählte Nutzerinnen und Nutzer haben allerdings trotzdem Zugang zum globalen Internet - nicht zuletzt, um dort das Narrativ des iranischen Regimes zu verbreiten. Auch bestimmte Firmen können bei Netzanbietern einen Zugang zu einem sogenannten "Internet Pro" erwerben, auch das aber nur mit Genehmigung des Regimes.
Die Sperre hat insgesamt erhebliche wirtschaftliche Folgen. So sind etwa die mehr als eine Million Online-Händler im Land durch die Blockade eingeschränkt.
Diese Nachricht wurde am 26.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




