Nach Niederschlagung der Demonstrationen
Irans Regime gestattet wieder Nutzung von SMS

Nach der weitgehenden Niederschlagung der Massenproteste im Iran erlaubt das dortige Regime nach und nach wieder die Nutzung digitaler Kommunikation.

    Zwei iranische Männer schauen an einem Straßenrand auf ihre Mobiltelefone. Es scheint Morgengrauen oder Abenddämmerung zu sein.
    Im Iran können die Memschen jetzt wieder SMS-Nachrichten versenden. (picture alliance / NurPhoto / Morteza Nikoubazl)
    Zwar blieb der Zugang zum weltweiten Internet den zehnten Tag in Folge gesperrt. Doch können die Menschen seit heute wieder per Mobilfunk SMS-Textnachrichten versenden. Dies berichteten Bewohner der Hauptstadt Teheran. Aus dem Ausland versendete SMS kommen dagegen nicht an. Bereits am vergangenen Wochenende wurde das nationale Intranet wieder entsperrt. Dieses erlaubt allerdings nur die Nutzung staatlich kontrollierter Webseiten.
    Iranische Sicherheitsbehörden hatten die Internet-Blockade am Abend des 8. Januar verhängt. Anlass war der Beginn der Massenproteste, die sich zunächst an der schlechten wirtschaftlichen Lage entzündet hatten, dann aber zunehmend gegen das autoritäre Regime gerichtet waren. Nach Angaben der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation HRANA wurden mehr als 3.000 Demonstranten von den Einsatzkräften des Regimes getötet. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Chamenei, warf heute den USA vor, zu den Protesten aufgewiegelt zu haben.
    Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.