
Insgesamt 15 Funktionäre des iranischen Fußballverbandes hätten zudem bislang kein Visum für die Einreise in die USA erhalten, so der Botschafter weiter. Man hoffe jedoch, dass sie noch vor dem ersten Spiel des Irans ein Visum erhielten.
"Politische Einmischung in den Sport in schlimmster Form"
Der iranische Fußballverband kritisierte die US-Entscheidung. Dies sei eine politische Einmischung in den Sport in ihrer schlimmsten Form. Verbandspräsident Mehdi Taj soll zu jenen Personen gehören, die nicht in die USA einreisen dürfen.
Grund für die Restriktionen ist der Krieg der USA mit dem Iran. Ende Mai hatte der iranische Verband deswegen bereits sein Trainingslager aus dem US-Bundesstaat Arizona nach Tijuana in Mexiko verlegt.
Die Fußball-WM beginnt am Donnerstag. Die iranische Mannschaft muss sich wegen der US-Maßnahme auf enorme Reisestrapazen einstellen: Die ersten beiden Vorrundenpartien am 16. Juni gegen Neuseeland und Belgien am 21. Juni finden in Los Angeles statt. Zum Abschluss geht es am 27. Juni in Seattle gegen Ägypten, die Stadt liegt über 1.700 Kilometer Luftlinie vom Teamquartier entfernt. Nach Abpfiff blieben der Mannschaft knapp zwei Stunden, um die USA wieder zu verlassen.
Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
