Nach Protesten
Irische Opposition scheitert mit Misstrauensvotum wegen hoher Energiepreise

In Irland hat die Regierung eine Misstrauensabstimmung wegen der hohen Kraftstoffpreise überstanden.

    An der Frontscheibe eines Fahrzeugs ist ein Protest-Plakat in Nationalfarben mit der Aufschrift "Irischfuelprotest" angebracht.
    Protest in Irland gegen hohe Spritpreise (Archivbild) (AFP / PAUL FAITH)
    Im Parlament bekam der Antrag der größten Oppositionspartei Sinn Féin keine Mehrheit. Andernfalls hätte die Regierung zurücktreten müssen. Die Opposition wirft dem Kabinett von Ministerpräsident Martin vor, unzureichend auf die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Spritpreise zu reagieren. Martin sagte, man habe gehandelt. Er kündigte weitere Steuersenkungen an.
    Nach der Abstimmung versammelten sich Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude. Seit zwei Wochen gibt es immer wieder Proteste gegen die hohen Energiekosten. Vorübergehend waren Häfen und wichtige Straßen blockiert.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.