Sonntag, 25. September 2022

IS-Miliz
Syrien und Irak beginnen Gegenoffensive

Nach den jüngsten Erfolgen des IS in Syrien und im Irak rücken die Armeen beider Länder nun gegen Stellungen der Extremisten vor. Die syrische Luftwaffe flog offenbar 15 Angriffe in der Region Palmyra. Im Irak rückten Soldaten und schiitische Milizionäre weiter auf das vom IS eingenommene Ramadi vor.

25.05.2015

    Ein Archivbild vom 14. März 2014 zeigt syrische Bürger, wie sie auf ihren Fahrrädern durch die antike Stadt Palmyra fahren
    Antike Weltkulturerbestätte: Die syrische Stadt Palmyra (afp / Joseph Eid )
    Nach den jüngsten Erfolgen der Terrormiliz IS in Syrien und im Irak rücken die Armeen beider Länder gegen Stellungen der Extremisten vor. Nach Angaben der in London ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bombardierte die Luftwaffe Ziele im Umland von Palmyra. Die antike Stadt war von den radikalen Kämpfern erobert worden. Zudem gab es Berichte, nach denen die Islamisten dort Hunderte Menschen, darunter viele Kinder, töten ließen.
    Im Irak rücken Soldaten und schiitische Milizen weiter auf Ramadi vor. Polizeikreisen zufolge eroberten sie ein Gebiet südlich der Provinzhauptstadt zurück.
    Die IS-Miliz hatte beide Städte vergangene Woche unter ihre Kontrolle gebracht. Auch die USA und ihre Verbündeten griffen Ziele des IS aus der Luft an. Laut dem Generalstab in Washington flogen Kampfflugzeuge insgesamt 35 Angriffe in Syrien und im Irak. Dabei sei Ausrüstung der Extremisten zerstört worden, hieß es.
    Die Sicherheitskräfte in Syrien und im Irak sind in die Kritik geraten, nachdem der IS binnen weniger Tage die beiden strategisch wichtigen Städte erobern konnte. So warf US-Verteidigungsminister Ashton Carter den Irakern gestern mangelnden Kampfeswillen vor.