Donnerstag, 23.05.2019
 
Seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen
StartseiteCorsoDie Sonne bringt es an den Tag22.02.2019

Is was?! Aufreger der Woche Die Sonne bringt es an den Tag

Driver-Verteidiger, Dock und Doktor May: Der erste steht für freie Fahrt, das zweite für faules Schiff und die dritte für falsche Diagnose. Dreimal Hoffnung, alles möge gut ausgehen. Und: Dreimal keine Idee, wie das gehen soll.

Von Stefan Reusch

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Karl Otto Lagerfeld und seine Katze Choupette (imago stock&people)
Der vorstorbene Modeschöpfer Karl Lagerfeld mit einem großen Bild seiner Katze Choupette (imago stock&people)
Mehr zum Thema

Klimaschutz Konkrete Ziele statt abstrakter Gesetze

Buchautor über den Taxifahrer-Protest Am Rand des Existenzminimums

Gorch Fock in der Krise Werft meldet Insolvenz an

Partei-Austritte wegen Brexit

Karl Lagerfeld gestorben "Es fängt mit mir an und hört mit mir auf"

Erste Sonnenstrahlen. Eine Pariser Katze namens Choupette sonnt sich im Glanze von Millionen. Millionen sonnen sich einfach so - Frühling oder was? Alles räkelt sich. Nur die Gorch Fock liegt faul rum. Typisch Schulschiff! Aber sonst – Leben! Alle gehen aus. Auch die Ideen ... gehen … aus, oder?

Scheuer fordert freie Fahrt

Da - der Verkehrsminister Scheuer; bestimmt grübelt er gerade, er könne ja durchaus für ein Tempolimit mal sein, 130, warum nicht, sogar 110! Aber was für ein Limit soll’s dann geben außerhalb geschlossener Ortschaften? Da hat Scheuer keine Idee. Er lockert die Krawatte und denkt daran, das Personenbeförderungsgesetz, ja, zu lockern. Private Fahrdienste wie Uber sollen frei fahren dürfen. Schluss mit dem Uber-Hol-Verbot! Eine Idee? Mag sein. Aber keine gute, fürchten die Taxifahrer.

Es ist ja so: Ob Taxifahrer oder Uber-Driver - ihr Job ist es zu fahren, ohne ein selbst gestecktes Ziel, nur so zu fahren. Wie Theresa May.

May wieder und wieder in Brüssel

Die Frau fährt alle Naslang nach Brüssel, aber was ist ihr Ziel dabei? Ist sie angetrieben von so etwas wie Hoffnung, in Brüssel könne ihr jemand sagen, was sie - die den Brexit nicht wollte - will, beziehungsweise willens sein dürfte zu wollen, weil ihre Parteifreunde sagen’s ihr ja nicht. Einige von denen gründen lieber was Neues, zusammen mit ehemaligen Labour-Abgeordneten, auch sie angetrieben von so etwas wie Hoffnung, dergestalt, gemeinsam könne man irgendwo gegensein, von dem man allein noch keine Idee gehabt hatte.

Und aus Brüssel brummelt’s, Briten brauchen bald ein Visum - kostet 60 Euro. Dann kommt die May auch nicht mehr so oft vorbei. Auf Visite. Arztvisite, ja?! Briten wie Kontinentaleuropäer sehen sich beide übrigens als Ärzte und die jeweils anderen als Patienten.

So kommt da garantiert keiner heil raus. 

Irgend jemand ’ne Idee?

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk