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StartseiteCorsoPolit-Bubies und Sprachkünstler21.06.2019

Is was?! Aufreger der WochePolit-Bubies und Sprachkünstler

Durchaus wählbar: unsere Politiker – jedenfalls dann, wenn wir unserer schwarz umwölkten Sprachkünstlerin Annegret Kramp-Karrenbauer folgen. Und wenn nun unsere Maut-Fans von der CSU all das aus eigener Tasche zahlen, was sie schon gemautet haben. Ach ja: Der Donald sollte öfter mal die Queen besuchen.

Von Klaus Pokatzky

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Das Foto zeigt Werbeplakate für den Verbleib in der EU vor drei Jahren, kurz vor dem Brexit-Referendum in Großbritannien. (dpa / picture alliance / empics / Yui Mok)
Werbung für den Verbleib in der EU vor drei Jahren, kurz vor dem Brexit-Referendum: Schon damals wurden Trump und Johnson zusammengedacht. (dpa / picture alliance / empics / Yui Mok)
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Das Wort der Woche lautet: "Durchaus". Da gab es ja die  Oberbürgermeisterwahl in Görlitz und über den siegreichen Kandidaten sagte unsere größte politische Sprachkünstlerin, also: Annegret Kramp-Karrenbauer, bei dem Manne habe es sich um einen "durchaus wählbaren Kandidaten" gehandelt. Das ist echt schwarz umwölktes Sprachgenie: Durchaus kann man den Mann wählen, ja vielleicht so gerade noch, wenn’s denn unbedingt sein muss. Übrigens: Der Mann, für den die Linken und die Grünen beherzter Wahlkampf gemacht haben als unsere Karrenbauerliche Sprachkünstlerin, ist Mitglied ihrer eigenen Partei, also der CDU. Aber die Annegret weiß schon, was sie tut. Das ist Solidarität mit den armen Sozis, die am Ende sonst noch die Große Koalition verlassen.

Allerteuerste Verträge und keiner will zahlen

Wenn die Roten immer mehr Richtung Fünf-Prozent-Hürde wanken und schwanken – dann wollen sie die Schwarzen dabei doch nicht allein lassen. Diese Strategie betreiben die Verkehrsminister von den Christlich-Sozialen ja schon seit Jahren und kämpfen für die Maut, die außer ihnen kein Mensch versteht. Wie weitblickend ist da unsere Angela. "Mit mir keine Maut!", hat sie einst gesagt. Europäisch Recht hat sie: behalten – durchaus. Wenn die forschen schwarzen Maut-Fans im Verkehrsministerium jetzt jede Menge allerteuerste Verträge wieder kündigen und dann dafür auch ordentlich zahlen müssen: Machen sie das aus ihrer eigenen Tasche – oder etwa aus unserer? Fragen, die ja mal durchaus gestellt werden können, wenn es jetzt heißt: Aus die Maut.

Britisches Understatement

Hoffnung machen da gerade ausgerechnet unsere Politik-Bubies. Im großen Britannien steht bald wohl der Boris direkt unter der Queen: ein durchaus intelligenter Politiker – kann er aber gut verbergen. Der Brite untertreibt eben gerne. Und sein Besuch bei der Queen scheint auch unserem trumpen Donald gut getan zu haben. Betreibt er jetzt gegenüber dem Iran tatsächlich eine ganz zurückhaltende Politik? Das wäre ja irre klug – für seine Verhältnisse durchaus…

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