Israel
Islamische Staaten verurteilen "Provokation" von Polizeiminister Ben-Gvir

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit - OIC - hat den Auftritt des rechtsextremen israelischen Polizeiministers Ben-Gvir auf dem Tempelberg in Jerusalem verurteilt.

    Menschen schwenken israelische Fahnen in der Altstadt von Jerusalem.
    Israelis feiern am Jerusalem-Tag die Eroberung des Ostteils der Stadt im Sechstagekrieg von 1967. (AP Photo / Leo Correa)
    Ben-Gvir hatte die heilige Stätte des Islam gestern zusammen mit israelischen Siedlergruppen besucht und dort die israelische Flagge geschwenkt. Die OIC, ein Verband von 57 Staaten mit Sitz im saudi-arabischen Dschidda, sprach von einer "bewussten Provokation". Der Komplex von Felsendom und Al-Aksa-Moschee gilt als wichtigstes islamisches Heiligtum nach Mekka und Medina.
    Nationalistische Israelis hatten gestern den sogenannten Jerusalem-Tag gefeiert. Dabei wird an die israelische Eroberung Ost-Jerusalems im Sechstagekrieg von 1967 erinnert. Der Demonstrationszug der zumeist nationalistischen und jüdisch-fundamentalistischen Teilnehmer führte auch durch Stadtviertel, die überwiegend von Muslimen bewohnt werden.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Jerusalem-Tag: Der Aufmarsch der Rechtsextremen (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.