Luftangriff auf Gaza
Israel bestätigt Tod eines Hamas-Führers - letzter Drahtzieher des Angriffs vom 7. Oktober

Bei einem israelischen Luftangriff in Gaza ist nach israelischen Angaben einer der wichtigsten Kommandeure der Hamas getötet worden.

    Rings um das bei israelischen Raketenangriffen stark beschädigte Gebäude der Bank of Palestine in Gaza-Stadt stehen Notunterkünfte aus Zelten.
    Gaza-Stadt im Januar 2026 (picture alliance / Anadolu / Saeed M. M. T. Jaras)
    Essedin Al-Haddad war zuletzt Militärchef der Terrororganisation im Gazastreifen und galt als einer der letzten überlebenden Kommandeure des Angriffs vom 7. Oktober 2023. Damals töteten Terroristen der Hamas und andere Islamisten rund 1.200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den Gazastreifen. Israel hat seitdem eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.
    Gestern Abend hatte es mindestens zwei israelische Luftangriffe in der Stadt Gaza gegeben. Einer davon galt nach israelischen Angaben al-Haddad. Nach Angaben von Krankenhäusern gab es bei den Angriffen auf ein Wohnhaus und auf ein Fahrzeug sieben Tote und zahlreiche Verletzte.
    Auch im Libanon hat Israel ungeachtet der geltenden Waffenruhe erneut Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Libanons staatliche Nachrichtenagentur ANI berichtete von Angriffen auf mindestens fünf Dörfer im Süden des Landes. Die Bewohner seien zuvor einem Evakuierungsaufruf gefolgt. Israel und der Libanon hatten sich gestern in Washington auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt.
    Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.