
Einer Mitteilung des Außenministeriums in Jerusalem zufolge wurde der norwegische Botschafter einbestellt, um ihn über den Vorgang in Kenntnis zu setzen. Betroffen sind demnach Diplomaten, die in der norwegischen Botschaft in Israel für Kontakte mit der palästinensischen Autonomiebehörde zuständig sind. Israels Außenminister Katz warf Norwegen eine Reihe antiisraelischer und einseitiger Schritte vor. Das skandinavische Land habe sich dafür entschieden, den Mördern und Vergewaltigern der Hamas einen Preis in Form der Anerkennung eines palästinensischen Staates zu verleihen. Der norwegische Außenminister Eide kritisierte Israels Schritt als extremen Akt. Sein Land sei ein Freund Israels und werde es immer bleiben.
Norwegen hatte gemeinsam mit Irland und Spanien im Mai die symbolische Anerkennung eines Palästinenserstaats vollzogen und den Schritt als diplomatischen Beitrag zu einer Zwei-Staaten-Lösung bezeichnet.
Diese Nachricht wurde am 08.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.