
Wie das Büro von Ministerpräsident Netanjahu mitteilte, soll der Hafen von Aschdod für direkte humanitäre Lieferungen nach Gaza geöffnet werden, ebenso der Grenzübergang Erez. Zudem soll die Hilfe aus Jordanien über den Grenzübergang Kerem Schalom im Süden ausgeweitet werden.
Vorausgegangen war ein Telefonat Netanjahus mit US-Präsident Biden. Medienberichten zufolge drohte Biden damit, dass sich seine Politik drastisch ändern könnte, wenn Israel keine Schritte unternimmt, um die humanitäre Krise anzugehen und Helfer zu schützen.
Israel war zuletzt vor allem wegen der tödlichen Drohnenangriffe auf Mitarbeiter einer Hilfsorganisation unter Druck geraten. Nach einer Untersuchung wurden heute zwei Offiziere entlassen, drei weitere Beteiligte wurden gerügt. Sie hätten entscheidende Informationen falsch behandelt und gegen Einsatzregeln verstoßen.
Am Montag waren sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation "World Central Kitchen" bei einem israelischen Luftangriff getötet worden, obwohl ihr Fahrzeug deutlich gekennzeichnet und die Armee zudem vor der Fahrt unterrichtet worden war.
Diese Nachricht wurde am 05.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
