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Nahost
Israel erlaubt mehr Hilfslieferungen nach Gaza - UNO und EU: Maßnahmen sind unzureichend

UNO-Generalsekretär Guterres hat die von Israel angekündigten zusätzlichen Hilfslieferungen in den Gazastreifen als unzureichend kritisiert.

    Der blauer Containerkran hebt gerade einen Container aus dem Schiff, das an einem Kai liegt. Davor Arbeiter in gelben Warnwesten und mit Helmen.
    Auch der Hafen von Aschdod soll für Hilfslieferungen geöffnet werden. (Archivbild) (dpa / Xinhua / Jini)
    Anstatt einzelner Maßnahmen brauche es bei der humanitären Hilfe einen wirklichen Paradigmenwechsel, sagte Guterres in New York. Die Lage der Menschen im Gazastreifen sei verzweifelt. Ähnlich äußerte sich EU-Ratspräsident Michel.
    Israel hatte mitgeteilt, dass der Hafen von Aschdod für direkte humanitäre Lieferungen nach Gaza geöffnet wird, ebenso der Grenzübergang Erez. Zudem soll die Hilfe aus Jordanien über den Grenzübergang Kerem Schalom im Süden ausgeweitet werden.
    Die Ankündigung folgte auf ein gestriges Telefonat zwischen Israels Regierungschef Netanjahu und US-Präsident Biden. Dieser hatte sofortige Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern im Gazastreifen gefordert und daran die weitere Unterstützung der USA für den israelischen Militäreinsatz geknüpft.
    Diese Nachricht wurde am 05.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.