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UNO-Sicherheitsrat
Israel gegen dauerhaften Waffenstillstand

Vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat Israel Forderungen nach einem dauerhaften Waffenstillstand im Gaza-Krieg eine Absage erteilt.

    Der UNO-Sicherheitsrat fordert, dass die Waffen in Gaza schweigen sollen.
    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York befasst sich erneut mit der Lage im Nahen Osten (picture alliance / | Dennis Van Tine/ Geisler-Fotopress)
    Jeder, der dies verlange, unterstütze grundsätzlich die fortgesetzte Terrorherrschaft der Hamas, sagte der israelische UNO-Botschafter, Erdan, in New York. Sein Land könne die Bürger mit einem Waffenstillstand nicht schützen. UNO-Generalsekretär Guterres sprach sich indes erneut für eine Verlängerung der Feuerpause aus. Die Lage im Gazastreifen bezeichnete er angesichts der vielen Binnenflüchtlinge als humanitäre Katastrophe epischen Ausmaßes.
    Die Verhandlungen über eine weitere Verlängerung der Feuerpause dauern unterdessen an. Sie soll eigentlich morgen früh enden. US-Außenminister Blinken sagte, seine Regierung konzentriere sich darauf, die Pause so weit wie möglich zu verlängern, damit mehr Geiseln freikämen. Nach Medienberichten hatte die Hamas am Morgen eine weitere Liste mit Namen israelischer Geiseln überstellt, die Israel noch heute übergeben werden sollen. Die Kassam-Brigaden teilten mit, sie hätten zwei Russinnen freigelassen.
    Bundespräsident Steinmeier dankte der Regierung von Katar bei einem Besuch in Dubai für die Vermittlung in der Geiselfrage.
    Diese Nachricht wurde am 29.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.