South-Pars-Gasfeld
Israel greift erstmals Gasindustrie im Iran an - Ölpreise steigen deutlich

Im Krieg gegen den Iran hat Israel offenbar Teile der Gasindustrie angegriffen. Iranische Medien berichten, betroffen sei das größte Gasfeld der Welt Pars.

     Eine Flamme brennt am Turm einer Anlage auf dem South Pars Gas Feld im Iran.
    Das South Pars-Gasfeld bei Assalouyeh im Iran (Archivbild) (Abedin Taherkenareh / dpa )
    Tanks und Teile einer Raffinerie in der iranischen Stadt Asalujeh beschädigt worden. Zudem brach einer Feuer aus. Israelischen Medienberichten zufolge wurde der Angriff mit Zustimmung der USA ausgeführt. Die israelische Regierung hat die Berichte bisher nicht bestätigt.
    Das iranisch-katarische Erdgasfeld Pars ist das größte Gasfeld der Welt. Es deckt 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Teheran sprach von einer "neuen Eskalationsstufe" und kündigte Vergeltungschläge an. Am Abend wurden Industrieanlagen in mehreren Golfstaaten angegriffen. Katar meldete ein Feuer im wichtigsten Gaskomplex des Landes. Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium erklärte, man habe einen Drohnenagriff auf ein Gasfeld abgewehrt
    Katar, das sich das Erdgasvorkommen am Persischen Golf mit dem Iran teilt, verurteilte den israelischen Angriff als unverantwortlich und warnte vor einer weiteren militärischen Eskalation.

    Ölpreise steigen

    Durch die Angriffe auf die iranischen Anlagen wird am Markt weiteres Eskalationspotenzial befürchtet. Als Reaktion legten die Ölpreise stark zu. Die Nordsee-Ölsorte Brent verteuerte sich um bis zu sechs Prozent auf über 109 Dollar pro Barrel. In den USA stieg der Tankstellenpreis für Diesel auf über 5 Dollar je Gallone.
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.