
Das Kriegskabinett in Jerusalem beschloss, dass der nördliche Grenzübergang Erez vorübergehend geöffnet wird. Zudem sollen Hilfen vom israelischen Hafen in Aschdod über den Seeweg geliefert werden. Ziel ist demnach vor allem, dass mehr Hilfen im besonders von Lebensmittelmangel betroffenen Norden des Palästinensergebiets ankommen. Aber auch eine Aufstockung der Hilfslieferungen aus Jordanien über den südlichen Grenzübergang Kerem Schalom soll ermöglicht werden. In einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Netanjahu hieß es demnach, die verstärkte Hilfe werde eine humanitäre Krise verhindern und sei unerlässlich, um die Ziele des Krieges zu erreichen.
Zuvor hatte US-Präsident Biden seinen Ton gegenüber dem israelischen Regierungschef verschärft. Nach Angaben des Weißen Hauses forderte er Netanjahu in einem Telefonat auf, das Leid für die Menschen im Gazastreifen umgehend zu verringern. Zudem müsse der Schutz von Helfern verbessert werden. Biden warnte, die künftige US-Politik in Bezug auf Gaza hänge davon ab, wie Israel diese Forderungen umsetze.
Diese Nachricht wurde am 05.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
