
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Trump im Weißen Haus in Washington sagte Netanjahu, sollte der Plan umgesetzt werden, würden auch die Kriegsziele Israels erreicht. Für den Fall einer Ablehnung durch die militant-islamistische Hamas drohte Netanjahu mit einer Ausweitung der Angriffe auf den Gazastreifen.
Der von Trump vorgestellte Plan sieht im Kern eine Demilitarisierung des Gazastreifens und den Rückzug der israelischen Truppen vor. Außerdem sollen alle israelischen Geiseln und auch zahlreiche palästinensische Gefangene freigelassen werden. Hamas-Kämpfern, die ihre Waffen niederlegen, wird dem Plan zufolge eine Amnestie gewährt. Zudem soll der Gazastreifen vorübergehend von einem internationalen Gremium verwaltet werden.
Trump betonte, man sei einer Friedenslösung im Nahen Osten überaus nahe. Zahlreiche Länder erklärten ihre Unterstützung für das Vorhaben. Bundesaußenminister Wadephul sprach von einer einmaligen Chance, die das Leid von Hunderttausenden Menschen im Gazastreifen beenden könnte. Die Hamas kündigte eine Prüfung des Vorschlags an. Die Organisation Islamischer Dschihad nannte den Plan hingegen ein, so wörtlich, Rezept für Aggressionen gegen die Palästinenser.
Diese Nachricht wurde am 30.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
