Westjordanland
Israelische Siedler zünden Moscheen an

Israelische Siedler haben ​im besetzten Westjordanland nach palästinensischen Angaben zwei Moscheen angegriffen und Gebäude mit Farbe besprüht.

    Ein palästinensisches Haus wird von israelischen Siedlern mit einem Bagger zerstört.
    Israelische Siedler haben im Westjordanland erneut palästinensische Häuser und Moscheen angegriffen und teilweise in Brand gesetzt (Archiv). (picture alliance / Sipa USA / Nexpher Images)
    In einem Dorf südöstlich von Nablus sei eine erst kürzlich fertiggestellte Moschee in ‌Brand gesetzt worden, sagte der ⁠Vorsitzende des Gemeinderats. In einer anderen Gemeinde südöstlich von Tulkarem konnten Besucher eines Gottesdienstes verhindern, dass sich ein Feuer in einer Moschee ausbreitete. In beiden Fällen hätten Siedler hebräische Parolen an die Wände gesprüht. Das israelische Militär teilte mit, man verurteile Vorfälle dieser Art und suche nach Verdächtigen. Erst am Freitag waren bewaffnete israelische Siedler in ein Dorf südwestlich von Nablus eingedrungen. Bei einem Schusswechsel wurden vier Palästinenser und zwei israelische Soldaten getötet.
    Der israelische Ministerpräsident Netanjahu ordnete eine Verstärkung der Truppen ‌im Westjordanland an. Zur Erhöhung der Sicherheit würden dort weitere Siedlungen genehmigt. Die UNO betrachtet die Siedlungen als Verstoß gegen das Völkerrecht, die meisten Mitgliedsstaaten teilen diese Einschätzung.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.