Iran-Krieg
Israels Armeechef: Libanon-Einsatz wird nicht kurz sein

Israels Militär bereitet sich nach den Worten von Generalstabschef Zamir auf eine längere militärische Auseinandersetzung mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Nachbarland Libanon vor.

    Menschen überprüfen in Beirut eine zerstörte Filiale der Vereinigung Al-Kard Al-Hassan, Finanzinstitut und eine Art Bank der pro-iranischen Hisbollah, die bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.
    Nach israelischem Luftangriff in Beirut (AP / dpa / Hussein Malla)
    Dieser Einsatz werde nicht kurz sein, sagte er nach einer Lageeinschätzung. Zamir kündigte an, zusätzliche Truppen an die Grenze zu verlegen. Seit Beginn des Iran-Kriegs werden aus dem Libanon Raketen abgefeuert. Israels Militär greift Stellungen in mehreren Landesteilen an. Die libanesische Regierung setze ihre Autorität innerhalb ihres Territoriums nicht durch, hieß es. Beirut hatte seine Sicherheitskräfte zwar angehalten, den Beschuss Israels zu unterbinden. Die Hisbollah gilt jedoch als Staat im Staate.
    Laut Gesundheitsministerium wurden seit Anfang März mehr als 630 Menschen getötet und fast 1.600 verletzt. Nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer sind etwa 80 Kinder unter den Todesopfern und 250 Kinder unter den Verletzten. Zudem seien viele Familien auf der Flucht. Kinder zahlten den höchsten Preis der militärischen Eskalation im Nahen Osten.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.