
Man sei der Verantwortung nicht gerecht geworden, die Sicherheit des Landes und der Bürger zu gewährleisten, erklärte Halevi. Er plädierte für eine Aufarbeitung der Fehler nach dem Krieg. Die Armee kämpfe gnadenlos gegen Terroristen, die unvorstellbare Taten begangen hätten. Zudem werde man alles tun, um die Entführten nach Hause zurückzubringen. Offiziellen Angaben zufolge wurden rund 150 Menschen in den Gazastreifen entführt. Israelische Medien berichten inzwischen von bis zu 200 verschleppten Israelis und ausländischen Staatsbürgern. - Israel war von dem Großangriff am Samstag überrascht worden, obwohl die Armee und der Geheimdienst international als führend gelten.
Israel setzte heute seine Luftangriffe auf den Gazastreifen fort. Ein Armeesprecher sagte, man gehe weiter gegen Ziele der Hamas vor. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden bislang mehr als 1.500 Palästinenser getötet und mindestens 6.600 weitere verletzt. Die Hamas gab zudem an, ihrerseits wieder Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben.
Am Abend wurde in Israel eine Notstandsregierung unter Einschluss der Opposition eingesetzt. Die Abgeordneten stimmten bei einer Sondersitzung mit 66 zu vier Stimmen dafür.
Diese Nachricht wurde am 12.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
