Naher Osten
Israels Militär fliegt Gegenangriffe auf Huthi-Miliz im Jemen

Israel hat nach eigenen Angaben einen Gegenangriff auf Ziele der militant-islamistischen Huthi-Miliz im Jemen geflogen.

    Feuerwehrleute arbeiten am Schauplatz eines israelischen Luftangriffs auf das Kraftwerk Haziz im südlichen Sanaa.
    Bei israelischen Angriffen im Jemen sind Medienberichten mit Nähe zur Huthi-Miliz zufolge mehrere Menschen im Westen des Landes ums Leben gekommen. (Osamah Abdulrahman/AP/dpa)
    Getroffen worden seien unter anderem Häfen sowie Energieinfrastruktur im Landesinneren, teilte ein Armee-Sprecher mit. Örtliche Medien im Jemen berichten von zahlreichen Explosionen, unter anderem an zwei Ölanlagen. Mindestens neun Menschen seien getötet worden.
    Die Huthi-Miliz feuerte in der Nacht zum zweiten Mal in dieser Woche eine Rakete Richtung Israel ab. Diese wurde von der israelischen Armee abgeschossen, Trümmerteile trafen unter anderem eine Schule in einem Vorort der Stadt Tel Aviv.

    Kritik vom Iran

    Die Huthi-Miliz kontrolliert weite Teile des Jemen. Sie betrachtet sich wie die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen als Teil der sogenannten Widerstandsachse gegen Israel - und wird vom Iran unterstützt.
    Das iranische Außenministerium kritisierte denn auch die jüngsten israelischen Angriffe auf Ziele der Huthi-Miliz im Jemen. Eine Sprecherin sagte, Israels Vorgehen stelle einen eklatanten Verstoß gegen internationales Recht und die Charta der Vereinten Nationen dar.
    Diese Nachricht wurde am 19.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.