Archiv


Istanbul und der Bosporus

Der Bosporus ist Istanbuls Lebensader und die Nahtstelle zwischen Asien und Europa: Täglich wechseln etwa vier der zwölf Millionen Einwohner der türkischen Metropole die Kontinente, wenn sie von zuhause an ihren Arbeitsplatz und wieder zurück fahren.

Von Gunnar Köhne; Redakteurin am Mikrofon: Barbara Schmidt-Mattern |
    Die Meerenge zieht sich 30 Kilometer quer durch Istanbul und teilt die Stadt in einen europäischen und asiatischen Teil. Allein das ist schon faszinierend - das Bewusstsein, ein ganz eigener Kosmos zwischen zwei Kontinenten zu sein, hat das Ansehen und das Aussehen Istanbuls geprägt.

    Doch damit nicht genug: Der Bosporus gilt nicht nur als die Wiege Istanbuls, sondern auch als eine der gefährlichsten Wasserstraßen der Welt. Für Russland ist der Bosporus das Nadelöhr ins Mittelmeer und der einzige Wasserweg in die Weltmeere.

    Doch der Transport von jährlich einer Million Barrel Öl via Supertanker birgt unabsehbare Risiken: Nach Tankerunfällen ist Istanbul schon oft der Katastrophe nur knapp entkommen. Die Kapazität der Meerenge sei schon lange überschritten, warnen Experten. Doch das Verkehrsaufkommen droht noch weiter zu wachsen.