
"Ich kann bestätigen, dass ich Trump und Fifa-Präsident Infantino vorgeschlagen habe, dass Italien den Iran bei der WM ersetzt", sagte der Vertraute des US-Präsidenten, Zampolli, demnach. Zampolli, selbst italienischer Abstammung, meinte weiter, für ihn sei es "ein Traum", wenn Italien bei einem Turnier vertreten sei, das in den USA stattfinde.
Hintergrund des Vorstoßes soll auch das Bemühen sein, das angeschlagene Verhältnis von Trump zu Italiens Ministerpräsidentin Meloni zu reparieren. Die beiden Politiker hatten sich im Anschluss an die Attacken von Trump auf Papst Leo XIV zuletzt gegenseitig mit Kritik überzogen.
FIFA-Präsident Infantino bekräftigt Teilnahme des Iran
Der italienische Sportminister Abodi nannte den Vorschlag allerdings "nicht angemessen". Man qualifiziere sich auf dem Platz. Italien war in der Qualifikation an Bosnien-Herzegowina gescheitert. Italiens Nationaltrainer De Biasi sagte der Agentur Reuters, falls der Iran ausfalle, werde die Mannschaft logischerweise durch das in der Qualifikation darauffolgende Team ersetzt.
Irans Teilnahme an der WM war wegen des Krieges mit den USA in den vergangenen Wochen infrage gestellt worden. FIFA-Präsident Infantino hatte zuletzt aber betont, die iranische Mannschaft komme ganz sicher. Auch der iranische Verbandschef Taj hat gestern bekräftigt, dass die Nationalmannschaft sich auf die WM vorbereite. "Die drei Vorrundenspiele des Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant. Den Wunsch des Irans, die Spiele nach Mexiko zu verlegen, hatte die FIFA abgelehnt. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.
Sollte der Iran tatsächlich nicht teilnehmen, läge die Entscheidung über einen Nachrücker laut den WM-Regularien allein bei der Fifa. Es wird jedoch erwartet, dass der asiatische Fußballverband AFC dann auf einen Nachrücker aus seinen Reihen dringen würde. Als wahrscheinlichste Wahl gelten die Vereinigten Arabischen Emirate, die im November in den Playoffs am Irak gescheitert waren.
Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
