Migranten in Ceuta
Italien setzt Schengen-Abkommen gegenüber Spanien aus

Italien hat angesichts von zehntausenden nach Ceuta gelangten Migranten das Schengen-Abkommen mit Spanien vorübergehend ausgesetzt.

    Antonio Tajani, Außenminister von Italien, hinter ihm verschwommen mehrere Fahnen.
    Der italienische Außenminister Tajani (Fabian Sommer / dpa / Fabian Sommer)
    Innenminister Tajani erklärte, dieser Schritt sei notwendig, um die Sicherheit der italienischen Bürger zu gewährleisten und die europäischen Grenzen zu schützen. Italien hat keine Landgrenze mit Spanien. Die Maßnahme dürfte daher neue Grenzkontrollen für Reisende bedeuten, die mit dem Flugzeug oder Schiff unterwegs sind. Die italienische Ministerpräsidentin Meloni hatte einen solchen Schritt bereits zuvor angekündigt. Kritiker der rechtsgerichteten Regierung in Rom werteten dies als Symbolpolitik. Die nach Ceuta gelangten Migranten befinden sich wegen des Sonderstatus der spanischen Exklave nicht im Schengenraum.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.