Iran-Krieg
Italien und Dänemark verlangen Migrations-Notfallplan für EU

Angesichts der sich zuspitzenden Lage im Nahen Osten fordern Italien und Dänemark die EU auf, sich auf eine Migrationskrise vorzubereiten. Die Ministerpräsidentinnen der beiden Ländern, Meloni und Frederiksen, richten sich in einem Brief an die Kommission sowie an die Staats- und Regierungschefs. Darin heißt es, eine Wiederholung der Flüchtlingsbewegungen im Jahr 2015 dürfe man nicht riskieren.

    Das Bild zeigt eine Gruppe von Flüchtlingen Im Hintergrund ist ein roter Zugwaggon zu sehen.
    So sah es Anfang September 2015 am Münchner Hauptbahnhof aus. (imago images / Eibner / imago stock&people via www.imago-images.de)
    Dies wäre nicht nur eine humanitäre Katastrophe für die Betroffenen, sondern könnte auch die Sicherheit und den Zusammenhalt der EU beeinträchtigen, so Meloni und Frederiksen. Sie forderten, Maßnahmen zu entwickeln, die im Fall plötzlicher, großer Migrationsbewegungen in die EU als - so wörtlich - "Notbremse" eingesetzt werden könnten. Nach Ansicht der beiden Regierungschefinnen sollte vor allem Hilfe vor Ort geleistet werden: "Wir können mehr Menschen besser und effizienter helfen, indem wir Unterstützung direkt in ihren Herkunftsregionen leisten", heißt es in dem Brief.
    Als weiteres Beispiel nannte Frederiksen im dänischen Fernsehen die Abweisung von Asylsuchenden direkt an der Grenze. Die Sozialdemokratin befindet sich derzeit im Wahlkampf, am 24. März wird das dänische Parlament neu gewählt.
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.