Nach EU-Zugeständnissen
Italien will Mercosur-Abkommen unterzeichnen

Nach ‍Zugeständnissen der EU-Kommission ist Italien bereit, das europäisch-südamerikanische Freihandelsabkommen Mercosur zu ⁠unterzeichnen.

    Das Logo des Mercosur ist an einer Wand hinter Flaggen der Mercosur-Mietglieder am Rande des Gipfels des Wirtschaftsbündnisses zu sehen
    Das Mercosur-Abkommen wird bereits seit 25 Jahren verhandelt. (picture alliance/dpa | Santiago Mazzarovich)
    Der italienische Agrarminister Lollobrigida erklärte, die EU habe vorgeschlagen, die Ausgaben für die italienischen Bauern im Zeitraum 2028 bis 2034 zu erhöhen anstatt zu kürzen. Ministerpräsidentin Meloni sagte, der Vorschlag der Kommission sei positiv und man könne am Freitag für das Handelsabkommen ​mit ​Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay stimmen.
    Italien und Frankreich hatten ​im Dezember eine rasche Unterzeichnung verhindert. Die beiden Länder befürchten einen Zustrom ⁠billiger Güter aus den Mercosur-Staaten. Da Polen und Ungarn das Abkommen ablehnen und Frankreich sich weiter kritisch zeigt, ist die Haltung Italiens entscheidend. Die Kommission benötigt eine Mehrheit von 15 EU-Mitgliedern, die 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten. Das wäre mit einer Zustimmung Italiens erreicht.
    Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.