
Kulturminister Giuli forderte die Biennale-Stiftung auf, die gesamte Korrespondenz mit den russischen Behörden vorzulegen. Er verlangte zudem Informationen darüber, wie die Teilnahme Russlands mit bestehenden Sanktionen vereinbar sein soll. Minister Giuli hatte bereits die Vertreterin seines Hauses in dem Verwaltungsrat der Biennale, Tamara Gregoretti, gebeten, ihr Mandat niederzulegen.
Erstmals seit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 wird Russland dieses Jahr wieder seinen Pavillon bei der Biennale bespielen. Die Entscheidung ist sehr umstritten. Vor allem aus der Ukraine kommt massive Kritik. Aber auch die EU-Kommission drohte damit, der Biennale-Stiftung Fördermittel in Millionenhöhe zu entziehen. Die Regierungen von 22 europäischen Ländern appellierten an die Ausstellungsmacher, die Teilnahme Russlands zu "überdenken". Das Gastgeberland Italien gehörte aber nicht dazu.
Die Kunstbiennale von Venedig ist eine der wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst weltweit.
Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
