Viel wissen Experten bislang nicht über Podcast-Benutzer - nur so viel ist bekannt: der Podcast-Nutzer ist in der Mehrzahl männlich, besonders technikaffin und er ist jung, eher jugendlich. Noch.
"Wenn man hier weiter differenziert nach der Frequenz der Nutzung, also täglich oder alle 14 Tage, dann sind wir bei einer Zahl der Hörer von Podcasts, die es beispielsweise täglich machen, von unter 0,5 Prozent."
Birgit van Eimeren leitet die Medienforschung beim Bayerischen Rundfunk und ist innerhalb der ARD für die Online-Forschung zuständig. Sie bescheinigt dem Podcasting große Zukunftsaussichten. Gleichwohl sind die derzeitigen Download-Zahlen noch etwas irritierend und gewöhnungsbedürftig. Podcasts-Nutzer rufen zwar massenhaft MP3-Files ab.
"Ob sie es dann aber auch so regelmäßig hören wie beispielsweise ein Radioprogramm, mag noch dahingestellt sein, weil die aktuellen Nutzungszahlen sprechen zur Zeit noch eine andere Sprache. Da sieht es mehr aus wie auch bei vielen MP3-Dateien generell, dass es mehr um das Sammeln als um das Hören geht."
Die konventionellen Radioangebote, insbesondere die öffentlich-rechtlichen Radioprogramme profitieren vom positiven Image der Podcasts.
"Nämlich Radio wird plötzlich auch sehr modern und sehr hip und hat hier die Möglichkeit, anzuschließen an die ganzen neuen Medien wie Internet, wie MP3-Player und so weiter. Radio galt doch lange eher als altmodisch und für jüngere Leute nicht unbedingt als das Medium, was sich durch einen großen Sexappeal ausgezeichnet hat."
Ob aus Podcastern dann tatsächlich neue, treue Radiohörer werden, ist noch unklar. Immerhin bieten Podcasts die Chance, Menschen für Inhalte zu interessieren, die sie im normalen, oft als starr empfundenen Zeitkorsett der Radioprogramme so nicht auffinden würden. Gerade anspruchsvolle Hörfunkangebote mit aufwändig produzierten Beiträgen leiden darunter, dass ihre Sendungen im Äther verschwinden. Hörfunk ist eben ein ephemäres, ein flüchtiges Medium. Podcasting scheint angesichts dieses Dilemmas vielleicht gerade jenes Medium zu sein, auf das der Hörfunk gewartet hat. Medienforscherin Birgit van Eimeren:
"Podcast ermöglicht hier zum ersten Mal, dass ich zeitsouverän und unabhängig von den Programmenplänen der Anbieter mir mich interessierende Inhalte anhören kann."
Zwar handele es sich beim Podcasting größtenteils noch eher um einen Medienhype, als dass es ein Hype der Nutzer ist. Die Medienforscherin ist aber sicher, dass sich dieses Bild in den nächsten Jahren rapide ändern wird. Podcasting werde zwar nicht die Reichweiten des Radios erreichen, weil der klassische Hörfunk einem anderen Gewohnheitsprinzip unterliege und das Podcasting am Ende dann doch mit einem etwas höheren Aufwand verknüpft sei. Aber:
"Nichtsdestotrotz werden sich hier die Nutzerzahlen wahrscheinlich in den nächsten Jahren verfünf- bis verzehnfachen. Und ich glaube, dass gerade für die Kultur- und Informationsprogramme der ARD hier eine Riesenchance besteht, neue Nutzergruppen für sich zu gewinnen."
Nach jüngsten Schätzungen gibt es rund anderthalb bis zweitausend private Podcast-Angebote in Deutschland. Nischenangebote, die sich mittlerweile schnell eine feste Hörerschaft erobert haben. Einzigartig und liebevoll gemacht. Unorthodox und innovativ. Nachdem mittlerweile auch immer mehr kommerzielle Unternehmen das Podcasting für ihre Zwecke entdeckt haben und mögliche Erlösquellen darin sehen, könnte man die Zukunft der privaten Podcast-Angebote in Frage stellen. Medienforscherin van Eimeren ist vom Gegenteil überzeugt.
"Ich glaube, dass gerade von diesen nicht etablierten Anbietern sehr viel Kreativität kommt, das auch die etablierten Anbietern befruchten kann, um sich weiter zu entwickeln."
"Wenn man hier weiter differenziert nach der Frequenz der Nutzung, also täglich oder alle 14 Tage, dann sind wir bei einer Zahl der Hörer von Podcasts, die es beispielsweise täglich machen, von unter 0,5 Prozent."
Birgit van Eimeren leitet die Medienforschung beim Bayerischen Rundfunk und ist innerhalb der ARD für die Online-Forschung zuständig. Sie bescheinigt dem Podcasting große Zukunftsaussichten. Gleichwohl sind die derzeitigen Download-Zahlen noch etwas irritierend und gewöhnungsbedürftig. Podcasts-Nutzer rufen zwar massenhaft MP3-Files ab.
"Ob sie es dann aber auch so regelmäßig hören wie beispielsweise ein Radioprogramm, mag noch dahingestellt sein, weil die aktuellen Nutzungszahlen sprechen zur Zeit noch eine andere Sprache. Da sieht es mehr aus wie auch bei vielen MP3-Dateien generell, dass es mehr um das Sammeln als um das Hören geht."
Die konventionellen Radioangebote, insbesondere die öffentlich-rechtlichen Radioprogramme profitieren vom positiven Image der Podcasts.
"Nämlich Radio wird plötzlich auch sehr modern und sehr hip und hat hier die Möglichkeit, anzuschließen an die ganzen neuen Medien wie Internet, wie MP3-Player und so weiter. Radio galt doch lange eher als altmodisch und für jüngere Leute nicht unbedingt als das Medium, was sich durch einen großen Sexappeal ausgezeichnet hat."
Ob aus Podcastern dann tatsächlich neue, treue Radiohörer werden, ist noch unklar. Immerhin bieten Podcasts die Chance, Menschen für Inhalte zu interessieren, die sie im normalen, oft als starr empfundenen Zeitkorsett der Radioprogramme so nicht auffinden würden. Gerade anspruchsvolle Hörfunkangebote mit aufwändig produzierten Beiträgen leiden darunter, dass ihre Sendungen im Äther verschwinden. Hörfunk ist eben ein ephemäres, ein flüchtiges Medium. Podcasting scheint angesichts dieses Dilemmas vielleicht gerade jenes Medium zu sein, auf das der Hörfunk gewartet hat. Medienforscherin Birgit van Eimeren:
"Podcast ermöglicht hier zum ersten Mal, dass ich zeitsouverän und unabhängig von den Programmenplänen der Anbieter mir mich interessierende Inhalte anhören kann."
Zwar handele es sich beim Podcasting größtenteils noch eher um einen Medienhype, als dass es ein Hype der Nutzer ist. Die Medienforscherin ist aber sicher, dass sich dieses Bild in den nächsten Jahren rapide ändern wird. Podcasting werde zwar nicht die Reichweiten des Radios erreichen, weil der klassische Hörfunk einem anderen Gewohnheitsprinzip unterliege und das Podcasting am Ende dann doch mit einem etwas höheren Aufwand verknüpft sei. Aber:
"Nichtsdestotrotz werden sich hier die Nutzerzahlen wahrscheinlich in den nächsten Jahren verfünf- bis verzehnfachen. Und ich glaube, dass gerade für die Kultur- und Informationsprogramme der ARD hier eine Riesenchance besteht, neue Nutzergruppen für sich zu gewinnen."
Nach jüngsten Schätzungen gibt es rund anderthalb bis zweitausend private Podcast-Angebote in Deutschland. Nischenangebote, die sich mittlerweile schnell eine feste Hörerschaft erobert haben. Einzigartig und liebevoll gemacht. Unorthodox und innovativ. Nachdem mittlerweile auch immer mehr kommerzielle Unternehmen das Podcasting für ihre Zwecke entdeckt haben und mögliche Erlösquellen darin sehen, könnte man die Zukunft der privaten Podcast-Angebote in Frage stellen. Medienforscherin van Eimeren ist vom Gegenteil überzeugt.
"Ich glaube, dass gerade von diesen nicht etablierten Anbietern sehr viel Kreativität kommt, das auch die etablierten Anbietern befruchten kann, um sich weiter zu entwickeln."