Wirtschaft
Japan und USA stützen gemeinsam japanische Währung Yen

Japan und die USA haben gemeinsam Maßnahmen ergriffen, um die japanische Währung Yen zu stützen.

    Tokio: Die japanische Finanzministerin Katayama äußert sich im Finanzministerium zu einer koordinierten Intervention Japans und der USA auf dem Devisenmarkt, bei der Yen gekauft wurden, um die japanische Währung zu stärken.
    Japan und USA stützen fallenden Yen (- / kyodo / dpa / -)
    Das Finanzministerium in Tokio erklärte, es habe ein koordiniertes Vorgehen gegeben. Einem Online-Fachportal zufolge verkaufte die Bank of Japan im Auftrag des Ministeriums einen Teil der Devisenreserven, vor allem US-Dollar. Im Gegenzug kaufte die Nationalbank Yen. Die US-Notenbank "Federal Reserve" erwarb ebenfalls Yen. Durch diese Maßnahmen stieg die Nachfrage nach der japanischen Landeswährung, was tendenziell ihren Wechselkurs erhöht.
    Der Yen war zuletzt stark unter Druck geraten und gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen. Zwar verbilligt eine schwache Währung die Exporte einer Volkswirtschaft, wovon Japan in den letzten Jahren deutlich profitierte. Gleichzeitig wird jedoch der Warenimport teurer und die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung vermindert. 
    Staatliche Währungsinterventionen kommen nur relativ selten vor. Zuletzt gab es eine solch bilateral abgestimmte Maßnahme zwischen Tokio und Washington Ende der 1990er Jahre.
    Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.