
Der Schritt markiert eine deutliche Änderung in der bisherigen Rüstungspolitik des Landes. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Japan sich Beschränkungen auferlegt und Exporte weitgehend auf die Ausrüstung für Rettungs-, Transport- und Überwachungseinsätze sowie für die Minenräumung beschränkt.
Die japanische Premierministerin Takaichi erklärte, kein Land könne seinen Frieden und seine Sicherheit heute allein gewährleisten. Man brauche Partnerländer, die sich gegenseitig im Bereich der Verteidigungsausrüstung unterstützen würden. Zudem will Japans Regierung mit der Änderung offenbar die Rüstungsindustrie des Landes stärken und für vermehrte Exporte sorgen.
Philippinen haben bereits Interesse angemeldet
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, zahlreiche Länder hätten bereits angefragt und seien an japanischen Rüstungsgütern interessiert. Eines der ersten Geschäfte könnte der Export gebrauchter Kriegsschiffe nach Manila sein. Der philippinische Verteidigungsminister Teodoro begrüßte bereits die Änderung der japanischen Exportbestimmungen und erklärte, sie werde seinem Land Zugang zu Verteidigungsgütern höchster Qualität verschaffen.
Japan behält trotz der Änderung aber drei Exportprinzipien bei. Diese sehen die strenge Kontrollen, die Überwachung von Transfers in Drittländer und ein Verbot von Verkäufen an Konfliktstaaten vor. In einer Präsentation zu den Änderungen erklärte die Regierung jedoch, dass Ausnahmen im Interesse der nationalen Sicherheit gemacht werden könnten.
Diese Nachricht wurde am 21.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
