Zweidrittel-Mehrheit
Japans Regierungschefin Takaichi erringt historischen Wahlsieg

In Japan hat die Regierungspartei von Ministerpräsidentin Takaichi den größten Wahlsieg ihrer Geschichte errungen.

    Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zeigt auf eine Tafel mit Zahlen
    Kann künftig durchregieren: Japans Ministerpräsidentin Takaichi (picture alliance / Kyodo)
    Bei der vorgezogenen Parlamentswahl erreichte die rechtsgerichtete Liberaldemokratische Partei eine Zweidrittel-Mehrheit im Unterhaus. Damit kann sie auch Verfassungsänderungen vorantreiben, wie etwa eine Umgestaltung des Pazifismusartikels in der japanischen Verfassung. Takaichi will Japans Militär kräftig aufrüsten, um in Asien ein Gegengewicht zum Machtstreben Chinas zu schaffen.
    Die Regierung in Peking reagierte verhalten auf das Wahlergebnis. Dies werde die Politik gegenüber Japan nicht verändern, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Japans Regierungschefin hatte kurz nach ihrem Amtsantritt im Oktober den diplomatischen Ton zwischen beiden Ländern verschärft. Damals wollte sie eine militärische Reaktion nicht ausschließen, sollte China das demokratisch regierte Taiwan angreifen. Peking reagierte mit scharfer Kritik, gestrichenen Flugverbindungen und einem Importverbot für japanische Meeresfrüchte.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.