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Jazzfest Berlin 2017
John Beasley's "Monk'estra"

2017 wäre Thelonious Monk 100 Jahre alt geworden. Auch das Jazzfest Berlin erinnerte an den legendären Pianisten und Komponisten. Das Abschlusskonzert des Jazzfest geriet zum Höhepunkt und war ein besonders inspirierter und kreativer Monk-Tribut im Jubiläumsjahr.

Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt | 08.05.2018
    John Beasley's "Monk'estra" beim Jazzfest Berlin
    John Beasley's "Monk'estra" (Jazzfest Berlin/ Camille Blake)
    Dass ein Komponist wie Thelonious Monk mit seinem Sinn für eine abenteuerliche musikalische Architektur die Kreativität eines Arrangeurs nicht nur herausfordern, sondern auch beflügeln kann, dafür lieferte der Bandleiter John Beasley ein beeindruckendes Beispiel - inspirierter und kreativer als viele Tribute im Jubiläumsjahr. Insbesondere Pianisten laufen Gefahr, sich bei ihren Monk-Interpretationen allzu sehr am Original zu orientieren, letztlich gar wie Monk selbst spielen zu wollen. Beasley ist zwar selbst Pianist, hält sich als solcher aber zurück und hat auch - wie er betont - die Arrangements nicht am Klavier geschrieben. Sein Monk’estra, das in Berlin durch deutsche Musiker ergänzt wurde, sorgte für ein furioses Finale des letztjährigen Berliner Jazzfestes.
    John Beasley, Piano, Arrangements, Leitung
    Rashawn Ross, Till Brönner, Lars Lindgren, Christin Grabandt, Trompeten
    Francisco Torres, Sören Fischer, Johannes Lauer, Posaunen
    Bob Sheppard, Greg Tardy, Joris Roelofs, Magnus Lindgren, Florian Leuschner, Saxofone, Klarinetten und Flöten
    Ben Shepherd, Bass
    Terreon Gully, Schlagzeug
    Aufnahme vom 5.11.2017 beim Jazzfest Berlin