JazzklassikerDer Urknall

Zwischen November 1925 und Dezember 1928 machte Louis Armstrong rund 65 Aufnahmen, die die Musikgeschichte revolutionierten: Die "Hot Fives & Hot Sevens" gelten als das einflussreichste Aufnahmeprojekt des Jazz überhaupt. Was macht sie noch heute so begeisternd?

Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer | 16.07.2021

Ein Mann im weißen Hemd bläst in eine Trompete. In seiner linken Hand hält er dabei ein weißes Taschentuch.
Besonders stolz war Louis Armstrong auf seine großen kommerziellen Erfolge - wozu die "Hot Fives" nicht zählten. (Imago / William Gottlieb)
Die Bedeutung von Louis Armstrong für die Musik des 20. Jahrhunderts ist kaum zu überschätzen. Quasi im Alleingang entwickelte er das Konzept der swing-Phrasierung, etablierte das brillante Solo-Spiel und emanzipierte den Jazz zur Kunstmusik. Armstrongs Errungenschaften als Jazztrompeter legten das Fundament für alle folgenden Generationen. Ganz nebenbei erfand er noch den Scat-Gesang und wurde einer der einflußreichsten Vokalisten der amerikanischen Musik. Seine historisch wichtigsten Tondokumente sind die "Hot Fives & Sevens", Quintett- bzw. Septett-Aufnahmen, die zum musikalischen Kanon des 20. Jahrhunderts gehören. Eine Wiederbegegnung aus Anlass von Armstrongs 50. Todestag am 6. Juli 2021.