
Jeder zweite Teenager beneidet laut den Daten des Medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest frühere Generationen ohne Soziale Medien. 72 Prozent geben an, dass die Medien sie von Dingen ablenkten, die sie eigentlich tun sollten. 40 Prozent beklagten eine spürbare Verringerung der Konzentrationsfähigkeit durch das Dauerscrollen. Zugleich bieten die Plattformen für 82 Prozent einen wichtigen Zugang zu Wissen. Etwa die Hälfte der Befragten berichtete davon, sich in den Sozialen Medien verstanden zu fühlen. Viele hätten dieses ständige Wechselspiel zwischen positiven Erlebnissen und belastenden Erfahrungen mit den Worten beschrieben: erst gute Laune, dann ein schlechtes Gewissen.
Die Studie ist eine Ergänzung der seit 1998 jährlich veröffentlichten JIM-Studien zum Medienverhalten Jugendlicher in Deutschland. JIM steht für Jugend, Information und Medien. Zum Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest gehören die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und die Medienanstalt Rheinland-Pfalz, in Zusammenarbeit mit dem SWR.
Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
