Bürgerkrieg
Jemen: Separatistenführer nach saudischen Angaben nach Abu Dhabi geflohen - keine Vermittlungsgespräche in Riad

Saudi-Arabien macht die Vereinigten Arabischen Emirate dafür verantwortlich, dass geplante Vermittlungsgespräche zum Bürgerkrieg im Jemen nicht stattgefunden haben.

    Das Foto zeigt eine Straßenszene in der Stadt Aden im Jemen. Dort hat eine Bombe Teile der Gebäude zerstört (Archivbild von 2015).
    Seit Jahren leiden die Menschen im Jemen unter dem Bürgerkrieg (Archivbild). (picture alliance / dpa / Wael Al-Qubady)
    Nach saudischen Angaben floh der Anführer der Separatisten im Jemen, al-Subaidi, nach Abu Dhabi, anstatt an einem Treffen in Riad teilzunehmen. Die Emirate hätten ihm bei der Flucht geholfen. Aus Abu Dhabi gibt es bislang keine Stellungnahme dazu.
    Wegen des Bürgerkriegs im Jemen sind die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zunehmend angespannt. Die saudische Militärkoalition kämpft gemeinsam mit der jemenitischen Regierung gegen die Separatisten, die von den Emiraten unterstützt werden. Zuletzt waren die Separatisten aus ölreichen Provinzen im Osten zurückgedrängt worden. Beide Seiten sind jeweils auch mit der im Norden des Jemen herrschenden Huthi-Miliz verfeindet.
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.