John ScofieldJenseits von Nashville

Jazzgitarrist John Scofield mag Country Musik, mit seiner Combo 66 hat er sich Songs des Genres von Dolly Parton bis Shania Twain vorgenommen. Seine Interpretationen setzen jedoch auf Hammond-Orgel, Groove und Improvisationslust.

Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer | 30.03.2021

Ein bärtiger älterer Mann im blauen Hemd hält eine mintgrüne E-Gitarre in der Hand.
Das Engagement in der Band von Miles Davis brachte ihm Weltruhm: John Scofield (Imago / Leo Claudio De Petris)
John Scofield zählt zu den wichtigsten und produktivsten Gitarristen der Jazzgeschichte. Sein unverkennbar persönlicher Sound ist auf über 40 Alben unter eigenem Namen zu hören. Bei allem Jazz-Raffinement ist er durch einen subtilen Sinn für Blues geprägt. Der scheint auch durch, wenn Scofield sich Klassikern der Country & Western Music widmet. Erstmals tat er das 2016 auf der Platte „Country for old men“. Mit der Combo 66, benannt nach seinem Alter im Gründungsjahr 2017, spielt er darüber hinaus auch eigene Stücke, die weit in Richtung Funk und Soul ausschlagen. Stilecht kam dafür beim Konzert in der Bonner Oper eine Hammond-Orgel zum Einsatz.
John Scofield, Gitarre
Gerald Clayton, Orgel, Klavier
Vicente Archer, Kontrabass
Bill Stewart, Schlagzeug

Aufnahme vom 7.5.2018 aus der Oper Bonn beim Jazzfest Bonn