
In den Medien schleiche sich ein despektierlicher Ton ein, sagte Gniffke der Katholischen Nachrichten-Agentur. Das Motto laute: "Eigentlich wissen wir es besser als die Politiker oder die Akteure aus Wirtschaft oder Kultur."
Redaktionen hätten sich angewöhnt, das Zusammenstellen von möglichst vielen Gegenstimmen schon für kritischen Journalismus zu halten. Das sei aber eher kritisierender Journalismus, betonte Gniffke. Genauso falsch sei eine oft künstlich zugespitzte Berichterstattung. Der SWR-Intendant und frühere Tagesschau-Chef meinte wörtlich: "Pointierte Überschriften sind kein Freifahrtschein für das Verbiegen der Wirklichkeit".
Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
