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Journalist Rüttenauer"Der DFB hat es unter Grindel vermasselt"

2012 wollte Andreas Rüttenauer als Gegenkandidat zu Wolfgang Niersbach antreten. Sein Ziel damals: vor der Wahl des DFB-Präsidenten über Inhalte sprechen. Das passiere mittlerweile, sagt der TAZ-Autor. Allerdings nicht wegen Leistungen sondern wegen Versagens von Reinhard Grindel.

Andreas Rüttenauer im Gespräch mit Bastian Rudde | 06.04.2019

Eingangsschild der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main
Auf der Suche nach einem neuen Präsidenten: der Deutsche Fußballbund (picture alliance / Photoshot / Florian Ulrich)
"Ich bin der Meinung, dass wir weiter sind als 2012. Denn jetzt wird ja über den Fußball geredet, jetzt wird ja inhaltlich geredet", sagt Andreas Rüttenauer als Begründung dafür, dass er nicht erneut als Kandidat zur DFB-Präsidentschaftswahl antritt. Amateure, Nachwuchs, möglicherweise eine Frau an der Spitze - es sei nicht mehr egal, wer den DFB führe.
Der Journalist Andreas Rüttenauer
Der Journalist Andreas Rüttenauer (Matthias Urbach/taz/dpa)
Die intensiveren Diskussionen gebe es, weil Reinhard Grindel in diesen Themenbereichen nichts geleistet habe. Außer der EM-Ausrichtung 2024 habe er alle Ziele verfehlt.
"Offenes Forum, offene Diskussion"
Für den Blick in die Zukunft hat Rüttenauer ein klare Idee: "Ich würde gerne die Amateure hören, ohne dass das gemanagt würde vom DFB, wie es vor kurzem auf dem Amateurfußball-Kongress der Fall war. Ich stelle mir ein offenes Forum, eine offene Diskussion vor." Daran glaubt er zwar nicht, wünscht sich aber, dass die Funktionäre durchs Land führen, Regionalkonferenzen abhielten.
Und sollte es am doch wieder einen Kandidaten aus den Gremien geben, auf den sich alle hinter den Kulissen einigten, dann könne er ja vielleicht doch noch einmal kandidieren, sagt Rüttenauer.
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