USA
Journalisten wegen Bericht über Air Force One im Visier der US-Justiz

Nach einem Bericht über mangelnde Sicherheitssysteme beim neuen US-Präsidentenflugzeug haben Journalisten der "New York Times" Vorladungen der Strafverfolger erhalten. Laut der Zeitung forderte die Bundesstaatsanwaltschaft mehrere Redakteure zur Aussage auf.

    US-Präsident Trump steht vor seiner Präsidentenmaschine und breitet zufrieden die Arme aus.
    Als "wirklich außergewöhnlich" bezeichnete Trump die von Katar geschenkte Boeing 747. (IMAGO / ZUMA Press Wire / Daniel Torok / White House)
    Das Vorgehen sei eine weitere Eskalation im Bemühen von US-Präsident Trump, unabhängige Nachrichtenorganisationen einzuschüchtern, so die Zeitung. Das Justizministerium erklärte, die Regierung sei besorgt über die Weitergabe von Geheiminformationen.
    In dem Fall geht es um eine Boeing-Maschine, die das Emirat Katar der US-Regierung geschenkt hatte. Trump ließ sie sich zu einem Regierungsflieger umbauen. Die "New York Times" hatte allerdings berichtet, dass es bei der Maschine nicht die gleichen Sicherheitssysteme wie bei anderen Präsidentenflugzeugen gebe. Trump habe deshalb nach dem NATO-Gipfel in der Türkei auf ein anderes Flugzeug ausweichen müssen. Die Regierung bestreitet das.
    Diese Nachricht wurde am 12.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.