Belarus
Journalistin zu vier Jahren Haft verurteilt

In Belarus ist eine Journalistin wegen ihrer Berichterstattung über Präsident Lukaschenko zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.

    Menschen protestieren auf dem Hauptplatz in Krakau für demokratische belarussische Wahlen während einer Solidaritätskundgebung für politische Gefangene in Belarus. Krakau, Polen am 3. Juli 2020.
    In Belarus demonstrierten 2020 zahlreiche Menschen gegen das Regime von Präsident Lukaschenko. (picture alliance / NurPhoto / Beata Zawrzel)
    Das Minsker Stadtgericht sprach Wolha Radsiwonawa wegen Beleidigung des Präsidenten und Diskreditierung des Landes schuldig. Radsiwonawa arbeitete für das Nachrichtenportal KYKY.org und war als freie Mitarbeiterin für andere Medien tätig. Sie sitzt seit ihrer Verhaftung im März in Untersuchungshaft. Lukaschenko hatte Zehntausende Menschen festnehmen lassen, die gegen seinen weithin in Frage gestellten Wahlsieg im Jahr 2020 demonstriert hatten. Vor der nächsten Wahl im kommenden Januar gehen die Behörden in Belarus wieder schärfer gegen interne Kritiker vor.
    Diese Nachricht wurde am 11.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.