Samstag, 24. Februar 2024

Astronomie
Jubiläumsjahr gedenkt des fränkischen Hofastronomen Simon Marius

Zum 400. Todestag des fränkischen Hofastronomen Simon Marius (1573-1624) findet 2024 ein Jubiläumsjahr statt. Sternwarten, Planetarien, Vereine und Institutionen beteiligen sich daran mit Ausstellungen, Projekten, Vorträgen und Publikationen.

26.12.2023
    Simon Marius, Darstellung aus seinem Hauptwerk "Die Welt des Jupiters". Eine Zeichnung zeigt einen ernst blickenden Mann mit Bart, der festlich gekleidet ist. Er sitzt an einem Tisch und hält in der rechten Hand einen Zirkel, vor ihm liegt ein Fernrohr.
    Simon Marius in einer historischen Darstellung (picture alliance / dpa / Simon Marius)
    Dies teilte die Simon-Marius-Gesellschaft in Nürnberg mit. Marius steht demnach zwischen dem geozentrischen Weltbild mit der Erde im Zentrum und dem heliozentrischen System, bei dem die Planeten die Sonne umkreisen. Unabhängig von Galileo Galilei entdeckte er im Januar 1610 die vier großen Monde des Jupiters, die belegen, dass sich nicht alle Himmelskörper um die Erde drehen.
    Da ihn Galilei, wie man heute wisse, zu Unrecht des Plagiats bezichtigt habe, sei der Franke von der Wissenschaftsgeschichte weitgehend vergessen worden. Die Simon-Marius-Gesellschaft pflegt sein wissenschaftliches Erbe, regt die Forschung mit Vorträgen und Publikationen an und betreibt ein Internetportal mit Informationen zu Marius und seinem Werk.
    Auftaktveranstaltungen seien 2024 in den "Marius"-Städten Nürnberg, Ansbach und seinem Geburtsort Gunzenhausen vorgesehen, heißt es.
    Diese Nachricht wurde am 26.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.