
Die Verleihung erfolgte in einer nicht-öffentlichen Veranstaltung. Im Vorfeld hatte der Chefredakteur der einzigen jüdischen Wochenzeitung im deutschsprachigen Raum, Peyman Engel, der Nachrichtenagentur KNA gesagt, der Preis bedeute seiner Redaktion und ihm persönlich sehr viel, weil er "aus dem Herzen der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland" komme.
"Klartext, Inspiration und Mut"
Von Seiten der Jury hatte es zur Begründung für die Auszeichnung geheißen, man würdige die "Jüdische Allgemeine" für ihre "kontinuierliche Arbeit als wichtige jüdische und öffentliche Stimme in Deutschland". Die "WerteInitiative.jüdisch-deutsche Positionen" zeichnet alle zwei Jahre Personen und Organisationen aus, die "Klartext sprechen, einordnen, widersprechen und eine Quelle der Inspiration und des Mutes für unsere Gemeinschaft sind". Der Vorsitzende Adler betonte, die "Jüdische Allgemeine" erfülle alle diese Kriterien.
80-jähriges Bestehen
Die "Jüdische Allgemeine" feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Den Angaben zufolge hat sich die Druckauflage der Zeitung in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 20 Prozent gesteigert. Aktuell seien es rund 12.000 Exemplare. Die Online-Reichweite wuchs demnach in den vergangenen fünf Jahren um 300 Prozent. Derzeit arbeiten knapp zwei Dutzend Redakteure, Auslandskorrespondenten, Grafiker und Assistenten für die Zeitung. Sitz der "Jüdischen Allgemeinen" ist seit 1999 Berlin.
Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
