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Jüdische Komponisten in den NiederlandenDem Vergessen entrissen

Bis Mitte Mai 1940 waren die Niederlande für jüdische Künstler ein sicherer Ort. Mehr als dreißig Tonkünstler prägten maßgeblich das Musikleben. Im Zuge der Annektierung wurden sie zu Verfolgten, viele von wurden ihnen ermordet. Bis vor kurzem waren sie alle vergessen.

Von Yvonne Petitpierre | 06.03.2018

Drei Musiker um eine Harfe versammelt
Die Musiker Leo-Schmit, Rosa Spier und Eduard van Beinum (unbekannt)
Seit 1996 widmet sich die Amsterdamer Leo-Smit-Stiftung der Aufarbeitung dieser jüdischen Opfergeneration. Insbesondere verloren geglaubte Kompositionen Schaffen konnten dabei wiederaufgefunden werden. Hierbei handelt es sich meist um unveröffentlichte, handgeschriebene Partituren, die nicht nur rekonstruiert, sondern durch Aufführungen und Einspielungen auch wieder zum Klingen gebracht wurden.
Mit Forschung, Publikationen, Konzerten und CD-Produktionen wird somit ein Stück jüdischer Musikgeschichte in den Niederlanden dem Vergessen entrissen und wieder zum Leben erweckt.
Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage in unserer Mediathek.